Wie kam ich dazu?

Wie kam ich dazu Teile für die kleinen Viertakter zu fertigen? Ich habs hier mal für Euch etwas zusammengefaßt:

Ich fertige bereits seit über 25 Jahren Ansaugstutzen für die verschiedenen Modelle mit Vergasern zu Tuningzwecken. Es gab damals zwar schon "Tuning-Ansaugstutzen", aber erstens ließen die die Vergaser meist nach links oder rechts (teilweise recht extrem) zur Seite "rausgucken" und waren zweitens oft von erschreckender Qualität. Teilweise aus Kupfer oder Stahlbögen mehr oder weniger gut zusammengeschweißt, innen glatt (wenn der Hersteller drauf geachtet hatte die Schweißnähte innen wegzufräsen) und, wenn dann doch im Gußverfahren hergestellt, teilweise in recht schlechter Guß-Qualität mit Lunkern (kleine Kanäle im Guß durch die Falschluft gezogen wird) und, wie gesagt, alle stark seitlich nach links oder manche auch nach rechts raus.

Die Tuner die ich damals fragte, obs denn da welche grade nach hinten irgendwo zu haben seien, hatten ja immer gesagt, das würde nicht passen, weil zuwenig Platz da wäre, als das der Vergaser wieder in die Originalposition kann. Aber wenn man den Vergaser dahin halten kann, ohne das er am Rahmen oder Zylinder aufsetzt, muß das doch auch mit einem Ansaugstutzen dran gehen!

Das mit schräg rausstehendem Vergaser gefiel mir direkt schonmal garnicht, und da ich zu der Zeit bereits selbst 10 Monkeys und Daxen hatte hatte ich mir dann in den Kopf gesetzt, da ich ein Freund von Originaloptik bin, mir die selbst zu fertigen, damit der dann größere Vergaser auch dahin kam wo er hingehört - ausreichend Platz ist ja da! Dann bekam ich halt noch mehrmals die Aussage "Das will doch keiner haben!" was mich aber nicht daran hinderte mir das Modell und den Kernkasten anfertigen zu lassen, obwohl die Kosten dafür ein tiefes Loch in meine "Portokasse" riß.

Aber vorher machte ich mir dann noch Gedanken über die recht hohen Verbrauchswerte bei nur geringen Leistungsverbesserungen und schlechtem Kaltstartverhalten der "Kollegen" mit den dicken Vergasern - also erstmal sehen wie groß sollte der Vergaser überhaupt werden und wo wollte ich überhaupt vom Leistungsspektrum her hin. Naja, das war dann noch eines meiner geringeren Probleme wie ich dabei feststellte!

Während ich mich nach Informationen darüber umsah, kam dann dabei das Problem des Gasstromverhaltens auf, aber wofür gibt’s Unis? Ich besuchte entsprechende Vorlesungen und löcherte danach den Prof mit recht spezifischen Fragen. Der kam dann bald dahinter das ich garnicht immatrikuliert war, sondern die Vorlesungen einfach so besuchte. Dann ergab ein Wort das andere und nach kurzer Zeit hatte ich Privatstunden bei ihm Zuhause bei Kaffee und Kuchen. Einzige Bedingung war, das ich mit einem der fertigen Ansaugstutzen und dem Moped dann bei ihm vorbei komme und er sich das mal anschauen kann.

Versprechen gehalten: nach 4 Monaten waren die Ersten fertig und ich hab ihm dann auch einen davon geschenkt weil er sich so freute endlich mal die Theorie in die Praxis umgesetzt zu sehen (allein der Kuchen war wohl teurer als der Ansaugstutzen). Dank ihm und meinen Kenntnissen und Verbindungen aus meinen "wilden" Zeiten des Zweitakt-Tunings (meine Kreidler lief mit dem originalen 50 cc Mokick-Zylinder und dem auf 16 mm aufgebohrten originalen Vergaser immerhin 145 km/h - aber drinnen war kein Stein auf dem anderen geblieben...) habe ich mich auch noch mit der nachträglichen Gemischaufbereitung des Benzin-Luftgemischs im Ansaugtrakt beschäftigt.

Da das Gasgemisch beim Viertakter ja anders aufbereitet werden muß wie beim Zweitakter - hier fehlt ja das "durchrühren" im Kurbelgehäuse und durch die Überströmkanäle muß der Ansaugtrakt: Ansaugstutzen, Einlaßkanal des Zylinderkopfes und das Umspülen des Einlaßventils diese Aufgabe erfüllen! Also sollte, im Gegensatz zum 2-takter hier der Ansaugstutzen und Einlaßkanal nicht poliert sein. Deswegen habe ich das Sandgußverfahren für meine Ansaugstutzen gewählt und dies mir recht rauem Sand. Hierdurch wird das Gasgemisch weiter durch kleinste Verwirbelungen weiter vermischt und Tröpfchenbildungen des Benzins werden ausgeschlossen. dadurch geringer Verbrauch gepaart mit guter Leistung!

Tja, und auf dem ersten Treffen auf das ich damit gefahren bin wurde ich immer wieder drauf angesprochen wo ich den das coole Teil her hätte. Geschichte erzählt und so sah ich mich dann gezwungen da noch eine Menge mehr von gießen zu lassen. Zu meinem Glück hatte ich damals einen guten Freund der einen CNC-Betrieb hatte und so konnte ich, nach einrichten durch ihn, dann nachts meine Ansaugstutzen selbst dort fräsen.

Dann kamen immer mehr Anfragen auch nach Ansaugstutzen für andere Vergaser, & andere Motortypen und so mußte ich dann immer mehr meine Palette erweitern. Und jetzt ist da auch noch die MSX125 in mein Leben getreten und da haben sich auch schon die ersten paar Problemchen gezeigt: Die Schaltung wird immer hakeliger und der Kettenspanner ist eigentlich ein Witz im Verhältnis zur restlichen Maschine! Da habe ich dann mal für Abhilfe gesorgt!

Schaut einfach mal in den Produktbereich, und wenn Ihr was findet was Euch interessiert oder wozu Ihr Fragen habt schreibt mir einfach! Der Warenverkauf ist zwar noch nicht funktionsfähig, aber das heißt nicht das es die Sachen noch nicht gibt! Ich habe alle Artikel die ich im Shop habe vorrätig und sie sind damit sofort lieferbar!